Franzbrötchen Rezept original – Hamburger Zimtgebäck

Franzbrötchen Rezept original – Hamburger Zimtgebäck
KI-generiertes Symbolbild

Mein erstes Blech Franzbrötchen sah aus wie ganz normale Zimtschnecken, denn ich hatte mich nicht getraut, richtig fest zu drücken. Lecker, aber ohne die typische Form, und ich war fast enttäuscht. Beim zweiten Versuch drückte ich den Kochlöffelstiel beherzt bis fast aufs Blech, und plötzlich waren sie da: die seitlichen Ohren, karamellig und weich. Seitdem weiß ich, dass Franzbrötchen wie im Original ein bisschen Mut brauchen. Franzbrötchen gehören zu Hamburg wie der Hafen, und ihre typische Form entsteht durch einen kräftigen Druck mit dem Kochlöffelstiel. Dabei quillt die Zimt-Zucker-Füllung seitlich heraus und karamellisiert beim Backen.

  • Portionen12
  • Vorbereitung40 Min.
  • Garzeit18 Min.
  • Gesamt155 Min.

Zubereitung

  1. Die Hefe in der lauwarmen Milch mit 1 TL Zucker auflösen. Mehl, restlichen Zucker, Salz, Ei und Butter zugeben und alles 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten.
  2. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
  3. Für die Füllung Zucker und Zimt mischen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem Rechteck von etwa 40 × 50 cm ausrollen.
  4. Die weiche Butter gleichmäßig auf den Teig streichen und die Zimt-Zucker-Mischung darüberstreuen. Den Teig von der langen Seite her fest aufrollen.
  5. Die Rolle mit einem scharfen Messer in 12 gleich breite Stücke schneiden, abwechselnd schräg, sodass trapezförmige Stücke entstehen. Die Stücke mit der schmalen Seite nach oben auf zwei mit Backpapier belegte Bleche setzen.
  6. Einen Kochlöffelstiel quer in die Mitte jedes Stücks legen und kräftig nach unten drücken, bis die Seiten wie Schnecken herausquellen. Abgedeckt 20 Minuten gehen lassen. Inzwischen den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  7. Die Franzbrötchen nacheinander 15 bis 18 Minuten backen, bis sie goldbraun sind und die Füllung an den Rändern karamellisiert. Kurz auf dem Blech abkühlen lassen.

Tipps

  • Für extra knusprige Ränder die Brötchen vor dem Backen noch einmal mit etwas Zimtzucker bestreuen.
  • Franzbrötchen lassen sich gut einfrieren und kurz im Ofen aufbacken.
  • Für die Franzbrötchen aus dem Bäckerladen wird oft Plunderteig verwendet. Diese Hefeteig-Variante ist einfacher und gelingt auch ohne Erfahrung.

Häufige Fragen

Warum heißen Franzbrötchen so?

Der Name geht vermutlich auf die französische Besatzungszeit Hamburgs Anfang des 19. Jahrhunderts zurück, als das Baguette als „Franzbrot“ bekannt wurde. Daraus soll sich das süße Gebäck entwickelt haben, gesichert ist die Herkunft aber nicht.

Mit was drückt man Franzbrötchen?

Klassisch mit dem Stiel eines Kochlöffels. Man legt ihn quer auf das Teigstück und drückt fest nach unten, bis die typische Form entsteht.

Hefeteig oder Plunderteig für Franzbrötchen?

Beides ist üblich. Plunderteig wird blättriger, braucht aber mehr Zeit. Ein buttriger Hefeteig ist einfacher und wird schön weich.